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Traumbilder auf
Vernissage, 2007
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Das eigene Leben begreifen

Ein Versuch: Über Erfahrenes und Erlebtes, über nächtliche Träume, Geschichten und Visualisationen

Infos aus der eigenen Seele verstehen!

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Mit der Canôa zum Zuckerhut

Der Zuckerhut ist nicht nur ein bekannter Felsen. Als solcher und als Name ist er außerdem ein mächtiges spirituelles, also seelisches Symbol. Das nicht nur bei mir, auch wenn ihm bei mir vielleicht eine stärkere Symbolkraft zukommt, weil ich jahrelang in seinem Schatten gelebt habe. Das Ruderboot ist eine Erinnerung an den südbrasilianischen Ort Hamônia, der Heimat meiner Kindheit. Hier bin ich als Kind jahrelang mit solch einem Ruderboot auf dem Fluß umhergefahren, der den Ort in zwei Hälften teilt.

Ruderer auf dem Weg zum Zuckerhut, Visualisation, 22KB
Fahrt mit der Canôa (Ruderboot) zum Zuckerhut. Öl auf Malplatte 60x80 cm. Visualisation vom 20.2.2005, gemalt Juli 2005. D. Kroener, Mainz

Der Zuckerhut
als Felsen
ist ein Symbol des ewigen, unerschütterlichen Seins. Deshalb ist er ein Symbol des Selbst, unserer letzten Wirklichkeit. Wer es lebt, ist souverän, unerschütterlich, lebensbejahend, erwachsen. Wer auf den Zuckerhut zufährt, signalisiert damit dem - blinden - Unbewußten, wo er spirituell hinwill, denn jeglicher seelischer Reifungsprozeß kann nur im Einklang mit dem Unbewußten ablaufen.

Der Zuckerhut
als Gipfel
bietet einen Rundumblick. Dort oben sind wir die eigene Mitte und kein Schatten schränkt unser Lebensgefühl ein. Wir sind ganz: wir erfassen die zwölf Häuser des astrologischen Kreises. Alle Anlagen und Begabungen stehen uns intuitiv zu Verfügung - und möchten erschlossen werden. Wir sind die Mitte eines unendlich großen Mandalas, Symbol des lichten Schöpfers in uns.

Der Zuckerhut
als Reiseziel
ist mit einer Seilbahn zu erreichen. Sie bietet eine stabile, mühelose Fahrt zum höchsten Gipfel. Ein Widerspruch? Nein: Was Freude macht und Erfüllung bringt, ist an sich nicht anstrengend. Es mag ermüden, aber es erschöpft nicht. Wer den Weg der Läuterung geht, steigert sein geistig-seelisches Energiepotential.

Der Zuckerhut
als Name
ist eine Suggestion der Erfüllung und Lebensfreude und damit der "Süße" des Lebens.

Der Zuckerhut
als Solitär
ist das Symbol einer einmaligen Persönlichkeit mit einmaliger seelischer Identität. Der Solitär als Diamant und härtester Stein dieses Planeten steht spirituell und in der Traumsymbolik für das unzerstörbare Selbst des Menschen mit eigener Bestimmung und unverfälschbarem Lebensauftrag, etwa im Sinn der Aussage in Jesaja 43,1: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir, und 43,7: Denn jeden, der nach meinem Namen benannt ist, habe ich zu meiner Ehre erschaffen, geformt und gemacht.
Auf die psychische Dimension bezogen bedeutet es: Jeder hat einen Lebensauftrag und -sinn vom Schöpfer erhalten und sollte insofern Seinen Willen erfüllen. Nach allem, was wir heute wissen, ist dieser Sinn unabhängig von den ererbten elterlichen Lebensmustern. Um das Ziel zu erreichen, ist ein guter Gefühlsbezug unabdingbar. Das transzendentale Selbst, unser Wesenskern, liegt auf der "anderen Seite" und ist "durch Worte unerreichbar" . Nur über Gefühl und Intuition kann eine Brücke zur "anderen Seite" gebaut werden. Nächtliche Träume werden sagen, ob die Brücke stabil genug ist, um in Einklang mit dieser "anderen Seite" - mit Gott in uns - das Leben zu bewältigen.
Psychisch bedeutet es, bei Entscheidungen im Leben eine gute Erkenntnis über die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung zu haben. Das Kind in uns kann dieses alles noch spontan leben: nun müssen diese Fähigkeiten wiederentdeckt werden!

Der Zuckerhut
als geographischer Mittelpunkt
vereint drei wichtige topographische Elemente, die gleichzeitig einen hohen spirituellen Symbolwert haben:
ein Ozean als Symbol des kollektiven Unbewußten und der offenen Winde bzw. Stürme;
eine Bucht als Symbol der Geborgenheit, Ankerplatz und Windstille;
des Landes, für Seefahrer ein Symbol für Sicherheit, Stabilität und Ende der Reise.
Als machtvoller Stein in der Landschaft stehend, erinnert der Zuckerhut auch an eine Pyramide. Wegen ihrer Stabilität beim Stand auf der Basis gilt sie auch als Symbol der stabilen, vertikalen Synthese von Erde und Himmel, von Materie und Geist: Das ist die transzendentale Dimension, die Quintessenz. Sie ist unsichtbar und trotzdem das eigentliche Ziel der Reise. Hier fließen individuelles Selbst, seelische Identität und unpersönlicher, unbewußter Gott zu einer Einheit zusammen, um sich dann im Körper auszudrücken. ER ist der Mittelpunkt eines gleichschenkligen Kreuzes (griechisches Kreuz). Psychologisch bedeutet es eins mit sich selbst sein, in Frieden und Harmonie mit sich und der Welt zu leben. Frieden in der Welt wird es erst geben, wenn mehr Menschen dieses Ziel bewußt erreichen. Alle anderen Vorstellungen von Befriedung auf der horizontalen Ebene des Denkens, z. B. über "logische" Verstandesargumente oder wissenschaftliche Ursachenforschung sind Utopien, Gerede, Ideologie. Letztlich zählt nur die seelische Substanz, die gelebt wird: Im Guten wie im Bösen. Weil die Gottheit polar strukturiert ist, trägt jeder Mensch beide Möglichkeiten in seinem inneren Persönlichkeitskern: Es ist sein "innerer Diamant", ein Solitär.

Weshalb der Weg das Ziel ist
Gib dem "blinden" Unbewußten das Ziel vor, wo Du im Leben spirituell hinkommen willst. Es ist eine Chance, daß daraus eine "self-fullfilling profecy", eine sich selbst erfüllende Voraussage wird. Nimm die eigenen Lebenssymbole, die Dir etwas bedeuten. Die Dir im Leben Geborgenheit, Frieden, Erfüllung, Hoffnung gegeben und Freude gemacht haben. Rechts oben ist die Sonne, die eigene Ganzheit, die eigene Mitte (das Mandala). Es ist Gott, "eine feste Burg" - aber wer weiß in dieser Gesellschaft schon, wer, was, wo Gott ist!
Also: Es ist "nur" das psychologische Selbst, aber es ist an den Schöpfer in uns angeschlossen. Es ist eins mit ihm. Mit diesem und anderen Bildern stehe ich seit Jahren mit meiner Kindheit in Verbindung und lebe die Impulse, die das göttliche Kind mir gibt. Ist das verständlich? Das Kind ist LEBEN! Das ist keine Erfindung von mir: Meine Träume (an die Du möglicherweise nicht "glaubst") haben es mir verraten und ich habe die Informationen nur ernstgenommen. Ich wünsche jedem die Gnade des Verständnisses dessen, was die eigene Seele sagt und will. Jeder kann sich darauf einlassen - wenn er will, auch Du, denn das bist Du selbst, Dein Selbst. Ein anderes hast Du nicht.

Mainz, den 25.7.2005
Zusammenstellung: Dr. med. Dieter Kroener
Elsa-Brändström-Str. 4
55124 Mainz
T. 06131/688296
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